Wie ein Pharma-Chef sich selbst im Zeitungsinterview verstolpert.
#Interview #Rhetorik #Fail So ein Interview ist ja echt eine Herausforderung. Und dann auch noch live. Vor der Kamera. Eine gute Idee meiner Klienten, wenn die sagen: So ein Journalist ist ja vorbereitet. Also bereite auch ich mich darauf vor.

Es ist ja auch ganz schön kompliziert, die KomplexitĂ€t des eigenen Tunes in wenigen Sekunden zu komprimieren. Und dann noch unter Stress. Strategien und Skills dazu - die gibtâs. Dann klapptâs auch.
Wie es nicht klappt, das dokumentiert Bork Bretthauer, der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes Pro Generika. Er schafft es, sogar ein Print(!)-Interview so zu fĂŒhren, dass es niemand mehr irgendwas versteht.
Seine Antwort: Ein rhetorischer Quark, dem es nicht gelingt, ZustĂ€nde und Verantwortlichkeiten klar auf den Punkt zu bringen. Wenn der Satz mit âgesundheitspolitische MaĂnahmeâ beginnt und mit âArzneimittelversorgungâ endet, dann sind 99,99% der Leser raus. Nur der Fachreferent im Verband Pro Generika jubiliert. Falsche Zielgruppe!
Das Verharren im Logos der eigenen beruflichen KomplexitĂ€t - ein klassischer Rhetorik-Fehler in den Medien. Gibtâs dagegen was in der Medizin?