Vorab: Es geht mir hier nicht um die Frage der Notwendigkeit des Reisens, um ein inhaltliches Richtig oder Falsch der Aussage. Es geht allein um die Kommunikation.
Es gab mal einen Sozen, der prĂ€gte ein âVersöhnen statt Spaltenâ, das sich die Genossen bis heute gerne in Sonntagreden rot auf ihre Seele tĂ€towieren. Der Sonntags-Wums in der Bams von heute ist das Gegenteil davon. Scholz spaltet das Land in die angeblich Verantwortlichen und die angeblich Verantwortungslosen.
Haben wir von dieser Spaltung nicht schon genug? Warum gelingt es der Politik in dieser verdammt nochmal so wichtigen Corona-Kommunikation nicht, den Zeigefinger dort zu lassen, wo er seit den 70er Jahren pĂ€dagogisch hingehört, nĂ€mlich in der Hosentasche. Und rhetorisch ein âWirâ zu kreieren, dass alle Einsichtigen und Willigen hinter einem groĂen gemeinsamen Ziel vereint?
Wie das geht, lehrt die Rhetorik seit 2000 Jahren. In Neuseeland scheint man Cicero & Collegen auch heute gelesen und verinnerlicht zu haben. Dort gibt es im Kampf gegen Corona ein von der Regierung initiiertes und kommuniziertes starkes und ĂŒberzeugendes Wir. Und keinen Fingerzeig auf âdie daâ. SO geht Rhetorik!
Das gleiche Ziel kann man völlig anders und viel wirkungsvoller kommunzieren, als der Finanzminister das tut. Und das wĂŒrde jeder verantwortliche Leader in einem Unternehmen auch anders machen. Geht! Versprochen! Kann man lernen!